Sicherheitstipps für Kinder

Wenn Kinder auf die Piste gehen
Initiative „Sicher im Schnee“ erklärt die wichtigsten Sicherheitskriterien

6.12.2011 Heilbronn (ots) – Auf die ersten Ski- und Snowboard-Abfahrten freuen sich die kleinen Wintersportler besonders. Für ungetrübten Spaß auf der Piste sorgt eine sichere, kindgerechte Ausrüstung, denn Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene. Die Initiative „Sicher im Schnee“ hat bei den Herstellern von Wintersportausrüstung Uvex, Carrera, Leki und Alpina nach Besonderheiten bei der Ausrüstung gefragt und viele nützliche Tipps rund um sicheren Wintersport für die Kleinsten bekommen.

Warm und sicher – der Helm muss mit

In einem Punkt sind sich alle Hersteller einig: Der Helm ist der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für Kinder. Ihre Schädeldecke ist noch nicht so fest und stabil. Deshalb sind Kinder am Kopf stärker verletzungsgefährdet als Erwachsene. „Beim Kauf eines Helms sollten Eltern vor allem auf die CE Norm 1077 achten. Das heißt, der Helm ist auf Sicherheitsstandards geprüft“, rät Franz Saurer, Vertriebsleiter bei Carrera. Damit der Helm nicht rutscht oder drückt, ist die Passform wichtig. Mit einem Größen-Anpassungssystem lässt er sich genau einstellen. Das Innenfutter hält warm und ein Belüftungssystem, das sich öffnen und schließen lässt, sorgt für den nötigen Temperaturausgleich.

Bunte Brillen für klare Sicht

Kinderbrillen zeichnen sich durch kleinere Rahmenform, robuste Bauweise und vor allem durch verstärkten Helligkeitsschutz aus – denn das kindliche Auge ist noch nicht voll entwickelt und dadurch empfindlicher. Außerdem sollte die Brille gemeinsam mit dem Helm gekauft werden, damit sie eine Einheit bilden. „Wenn das eine nicht zum anderen passt, tragen die Kinder es nicht gerne“, erklärt Katrin Bachmann von Uvex. Stimmt auch noch das Design, macht das Tragen doppelt Spaß.

Die richtige Kleidung für sicheren Pistenspaß Für die Kleinsten auf der Piste empfiehlt Thomas Scheck, Textil-Chef bei INTERSPORT, einen Overall-Skianzug. Weil der Übergang zwischen Jacke und Hose fehlt, kann kein Schnee unter die äußere Kleidungsschicht gelangen. Ob Overall oder Kombination, das Material sollte wasserabweisend sein. Um den ganzen Tag warm und trocken unterwegs zu sein, dürfen Kinder nicht frieren und auch nicht übermäßig schwitzen. „Atmungsaktive Skiunterwäsche ist zwar etwas teurer als herkömmliche, nimmt aber die Feuchtigkeit beim Fahren auf und hält in den Pausen warm“, erklärt Thomas Scheck. Für Handschuhe gilt: Bei gleicher Qualität halten Fäustlinge wärmer als Fingerhandschuhe. Für Snowboard-Kids gibt es Handschuhe mit integriertem Handgelenksschutz.

Neuheiten und nützliche Tipps

Protektoren schützen bei Stürzen die Wirbelsäule. „Eine gute Ergänzung zum Rückenprotektor sind die neuen Protektorenhosen für Kinder“, sagt Ronald Siller, Marketingleiter von Alpina. „Sie schützen zusätzlich Steißbein und Hüftknochen.“ Im Bereich Ski, Bindung und Schuh gilt für Kinder das gleiche wie für Erwachsene: beim Fachhändler passend und sicher einstellen lassen. Speziell für den Skinachwuchs gibt es Kinder-Stöcke mit Sicherheitstechnik. Für besseren Halt sind die Griffe kleiner und schlank gehalten und ein dünnerer Rohrdurchmesser sorgt für einfaches Handling der Stöcke. „Mit der Auslösefunktion wird das Verletzungsrisiko durch herumwirbelnde Stöcke bei einem Sturz verringert, da sich die Schlaufe bei starkem Zug nach oben vom Stock löst“, erklärt Steffen Rückschloß von Leki die Sicherheitsfunktion.

Sichere erste Schritte

Ein mehrtätiger Skikurs vermittelt nicht nur die richtige Technik, sondern auch wichtige Sicherheitsaspekte des Skifahrens und den nachhaltigen Umgang mit der Natur. Wer seinem Kind das Skifahren selbst beibringen möchte, startet am besten an einem nicht so stark befahrenen und flachen Hang. Die ersten Abfahrten gelingen mit Geduld, der richtigen Ausrüstung und wenn Eltern den Kindern ein Vorbild sind.

Auf www.sicher-im-schnee.de sind alle wichtigen Informationen zum Thema Sicherheit sowie Tipps und Trends zur sicheren Wintersportausrüstung 2011/2012 zu finden.