“Der Alte” 2.1.2015

Freitag, 2. Januar 2015
20:15

Fernsehtipp: “Der Alte” am Samstag, 2.1.2015, um 20:15 Uhr in ORF2

ORF-Premiere für erstes Neunzigminuten-Special „Tod in den Alpen“

1977 ging „Der Alte“ erstmals auf Spurensuche und avancierte schon bald zum Kult-Ermittler. Erstmals in der 37-jährigen Geschichte des ORF/ZDF-Krimiklassikers steht am Freitag, dem 2. Jänner, um 20.15 Uhr in ORF 2 ein Fall in Spielfilmlänge auf dem Dienstplan – und der führt Hauptkommissar Richard Voss alias Jan-Gregor Kremp an seine persönlichen Grenzen.

Denn als er während eines Einsatzes ganz unerwartet einen tödlichen Schuss abgeben muss, zieht es ihm den Boden unter den Füßen weg. Neben Jan-Gregor Kremp sind im Hauptcast erneut Michael Ande, Pierre Sanoussi-Bliss und Markus Böttcher als Münchner Kripo-Team sowie Christina Rainer zu sehen. In Episodenrollen spielen u. a. Martin Feifel, Jule Ronstedt, Marcus Mittermeier, Aglaia Szyszkowitz, Bernhard Schir, Tilo Prückner, Erni Mangold und Johannes Zeiler. Regie bei dieser Specialfolge führte Michael Schneider nach einem Drehbuch von Christian Jeltsch. Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2013 nicht nur an den klassischen Schauplätzen in München und Oberbayern, sondern auch in der Bergwelt Tirols (verschiedene Ortschaften im Valsertal und am Brennerpass) statt.

Jan-Gregor Kremp: „Ich versuche, auf der ganzen Klaviatur zu spielen, und habe immer noch großen Spaß daran“

Was macht den Fall in Österreich für Hauptkommissar Voss zu einem ganz besonderen? „Richard Voss befindet sich nach dem sogenannten ,finalen Rettungsschuss‘ in emotional schwieriger Verfassung. Nachdem er selbst in einen Banküberfall mit Geiselnahme gerät, endet diese mit einer Toten, die es nach Meinung des Kommissars nicht hätte geben müssen. Was steckt dahinter? Natürlich kann Richard Voss nicht anders und mischt sich in die Arbeit der österreichischen Kollegen, und das führt ihn mitten in einen Sumpf aus Macht, Geldgier und Schweigen.“ Was Kremp an dieser Geschichte besonders gut gefallen hat?

„Das Aufeinandertreffen der verschiedenen Charaktere in Extremsituationen und natürlich, dass der Kommissar selbst belastet ist und mit sich und seinen Schuldgefühlen kämpft. Ich denke, dass man in einer solchen Situation einfach versucht, irgendetwas zu finden, dass einen freier atmen und einen wenigstens für eine Zeit aus den immer wiederkehrenden Schuldgefühlen aussteigen lässt.“ Eine Bilanz über zweieinhalb Jahre Hauptkommissar Voss: „Die Figur des Kommissars wächst immer noch von Folge zu Folge. Manchmal ist mehr Härte gefragt, mal mehr, mal weniger Chef. Oftmals ist Zuhören effektiver als knallhartes Nachfragen. Darf der Kommissar vielleicht mal nicht mehr weiterwissen? Wann kriegt er schlechte Laune, wann darf man mal einen Scherz machen? Ich versuche, auf der ganzen Klaviatur zu spielen, natürlich im Rahmen des Formates, und habe immer noch großen Spaß daran.“

Ein unter Drogeneinfluss stehender, brutaler junger Mann bedroht seine Ex-Freundin. Die Situation eskaliert. Plötzlich fällt ein Schuss, und der Mann bricht leblos zusammen. Schockiert realisiert Hauptkommissar Richard Voss (Jan-Gregor Kremp) das Ausmaß seines Handelns: Er ist für den Tod des Täters verantwortlich, wenngleich der Schuss zum Schutz der jungen Frau fiel. Um Abstand zu gewinnen, zieht sich der traumatisierte Kommissar in das kleine Örtchen Kirchbruck inmitten malerischer Tiroler Berglandschaft zurück. Doch die Idylle trügt: Voss findet sich kurz darauf unter den Geiseln eines Überfalls auf die ortsansässige Bank wieder. Erneut wird er mit den jüngsten Erlebnissen aus München konfrontiert. Dennoch gelingt es ihm, einen kühlen Kopf zu bewahren und zunächst das Vertrauen des Täters zu gewinnen.

Dabei handelt es sich um Franz Brunner (Martin Feifel), der keinen anderen Ausweg sieht: Der Gutshof, in den er eingeheiratet hat, steht vor dem Bankrott, und die Familie droht daran zu zerbrechen. Seine Frau Elisabeth (Jule Ronstedt) flüchtet sich in eine Affäre, sein Schwiegervater Korbinian Koydl (Tilo Prückner) macht ihn für die Misswirtschaft der Schreinerei verantwortlich. Zusätzlich haben ihn Investoren unter Druck gesetzt, die eine noble Wellnessanlage in dem Ort planen. Dafür sollen der Koydl-Hof und vier weitere Gutshöfe weichen.

Voss kann die prekäre Lage des Überfalls beinahe auflösen, doch dann kommt es plötzlich zum Schusswechsel, der in einem Blutbad endet: Franz wird dabei schwer, die Leiterin der Bankfiliale, Brigitte Maerz (Aglaia Szyszkowitz), tödlich verletzt. Der lokale Polizeichef Sailer (Johannes Zeiler) ist überzeugt, dass die Schüsse – zum Schutz der Geiseln – allesamt vom zuständigen MEK abgefeuert wurden. Voss und sein Team der Münchner Mordkommission hingegen zweifeln schon bald an dieser Theorie. Sie glauben, dass der Tod von Brigitte Maerz kein Unfall war. Doch wer hat bewusst auf die Filialleiterin geschossen? Um an Ort und Stelle ermitteln zu können, quartiert sich Voss auf dem Koydl-Hof ein und stößt bald auf weitere Ungereimtheiten. Unterstützung bekommt er von Brunners 15-jähriger Tochter. Die wiederum findet inmitten ihres familiären Durcheinanders in Voss eine verlässliche Schulter zum Anlehnen.

„Der Alte“ – eine HD-Koproduktion von ORF und ZDF – ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.