Brand der Kirche in Wald

6.1.2012 – WALD, LKR. OSTALLGÄU. Im zeitlichen Zusammenhang mit dem Wintergewitter wurde der Polizei am 5.1.2012 gegen 17:30 Uhr der Brand der Kirche in Wald im Lkr. Ostallgäu mitgeteilt.

Der ca. 60m hohe Glockenturm, bei dessen 20 m hohen Spitze es sich um eine Holzkonstruktion handelt, stand bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits in Vollbrand und drohte nach einiger Zeit einzustürzen. Aufgrund der Gefahr für die Einsatzkräfte mussten sich die Löschmannschaften aus dem unmittelbaren Bereich des Turms zurückziehen, da die Gefahr bestand von herunterfallenden Trümmern getroffen zu werden. Aus dem gleichen Grund wurden 15 Personen aus 3 angrenzenden Gebäuden evakuiert. Die Mehrzahl der Evakuierten kam Verwandten unter. Bei einem dieser Gebäude handelt es sich um eine Landwirtschaft. Die Tiere aus dem Gehöft wurden ebenfalls evakuiert und von anderen Landwirten mit Viehtransportanhängern zu anderen Unterstellungsmöglichkeiten gefahren. Aufgrund des vorherrschenden Windes bestand ein starker Funkenflug. Kurz vor 20 Uhr stürzte die brennende Turmspitze auf das Friedhofsgelände sowie zum Teil auf die Straße und konnte dort abgelöscht weden. Bei diesem Teileinsturz des Turmes wurde weder das Kirchenschiff noch die angrenzenden Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr konnte im Nachgang die Löscharbeiten an dem Turm, dessen hölzernes Treppenhaus sich ebenfalls entzündet hatte, fortsetzen. Die Löscharbeiten dauern derzeit noch an, aufgrund von Wassermangel muss zwischenzeitlich das Löschwasser aus einem Bach herbeigeschafft werden.

Insgesamt befanden sich ca. 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr (Feuerwehren aus Wald, Marktoberdorf, Seeg, Rückholz, Leuterschach und Oberthingau), 50 Rettungskräfte sowie 20 Beamte der Polizei vor Ort. Der Bereich der Kirche war wird bis in die Nacht hinein weiträumig abgesperrt bleiben. Da der Brandausbruch im zeitlichen Zusammenhang mit einem Wintergewitter steht, besteht die Möglichkeit, dass der Brand durch einen Blitzschlag ausgelöst wurde, eine abschließende Aussage ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Die Ermittlungen werden zunächst vom Kriminaldauerdienst in Memmingen übernommen werden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden bei dem Brand keine Personen verletzt. Angaben zur Höhe das Sachschadens sind derzeit noch nicht möglich.

(Quelle: PP Schwaben Süd/West)