8.3.2018 – Arbeitsunfall in Mannersdorf am Leithagebirge

9.3.2018 Mannersdorf am Leithagebirge/Niederösterreich. Ein 44-jähriger ungarischer Staatsbürger war am 8. März 2018, gegen 16.15 Uhr, in einer Firma in Mannersdorf am Leithagebirge, Bezirk Bruck an der Leitha, mit Arbeiten mit einem Schneidbrenner beschäftigt.

Er zerkleinerte einen Ofenmantel aus Eisen im ein Ausmaß von 14,5 Meter und einen Durchmesser von 4 Meter. Die Stärke betrug 1,5 cm und war Schrottmaterial. Während der Schneidarbeiten wurden die Eisenteile mittels Stapler gesichert.

Nachdem der Staplerfahrer mit dem Stapler kurzfristig wegfuhr, um Material zu holen, schnitt der 44-Jährige mit dem Schneidbrenner weiter bzw. wollte offensichtlich das Eisen vorschneiden.

Er hätte mit den Schweißarbeiten abwarten müssen, bis der Stapler wieder zurückkehrte, um die Sicherung der Arbeiten zu gewährleisten.

Plötzlich riss das ca. 1400 kg schwere eingeschnittene Eisenteil ab und erfasste den ungarischen Staatsbürger. Dabei wurde ihm durch das Gewicht des abgetrennten Ofenmantels der rechte Arm und das rechte Bein fast zur Gänze abgetrennt.

Das Eisenteil wurde sofort mittels Stapler angehoben und dem Schwerverletzten erste Hilfe geleistet bzw. der Rettungsdienst verständigt.

Die Erstversorgung wurde durch die Besatzung des Rettungshubschraubers Christophorus 9 durchgeführt.

Der Schwerverletzte wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in das Unfallkrankenhaus Meidling geflogen.

Das Arbeitsinspektorat wirkte an den Unfallerhebungen mit. Fremdverschulden dürfte auszuschließen sein.