8.2.2013 – Lawine am Hochhädrich

8.2.2013 Oberstaufen-Steibis. Am westlichsten Berg der Allgäuer Nagelfluhkette kam es heute Nachmittag zu einem Lawinenabgang. Rettungskräfte suchten nach Verletzten.

Gegen 14:15 Uhr erreichte die Integrierte Leitstelle Allgäu ein Notruf, in welchem der Abgang einer Lawine am Hochädrich mitgeteilt wurde. Die Einsatzkräfte von Polizei und Bergwacht machten sich sofort auf den Weg zum Lawinenabgang, welcher sich etwa 200 Meter unter der Falkenhütte befand. Ein Schneefeld von etwa 40 Meter Breite und etwa drei Meter Tiefe hatte einen Winterwanderweg auf ungefähr 1300 Meter ü.N.N. verschüttet.

Anfangs wurde der Leitstelle mitgeteilt, dass sich vier verschüttete Personen aus eigener Kraft aus dem Schneefeld befreien konnten. Nach Eintreffen der Rettungskräfte stellte sich jedoch heraus, dass diese vier Personen nicht verschüttet waren. Sie waren vom Lawinenabgang letztlich nicht betroffen wurden demnach auch nicht verletzt.

Da dennoch nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Personen von dem abgehenden Schneebrett erfasst wurden, suchten die Rettungskräfte den Bereich intensiv ab und fanden glücklicherweise keine Verschütteten.

Die Absuche in dem Bereich, welcher von der Lawinenkommission als erheblich lawinengefährdet eingestuft war, ist gegen 17 Uhr endgültig eingestellt worden.

An der Absuche der Lawine, welche sich nach derzeitigem Kenntnisstand von selbst auslöste, waren 35 ehrenamtliche Helfer der Bergwacht Oberstaufen, sechs Beamte der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, zwei Lawinensuchhunde, sowie ein Polizei- und ein Rettungshubschrauber beteiligt.
Laut Auskunft der Lawinenkommission bleibt der betroffene Bereich voraussichtlich bis mindestens morgen gesperrt.
(PP Schwaben Süd/West, 17.30 Uhr, ce)