5.7.2020 – Illegale Veranstaltungen in der Sillschlucht

5.7.2020 Tirol. Am 5.7.2020, um 06:35 Uhr, wurden Streifen der PI Reichenau und Arzl in die Sillschlucht beordert, da es dort zu einem Rettungseinsatz aufgrund einer Alkoholintoxikation gekommen sei.

Zur Bergung wurde aufgrund des Geländes die Bergrettung beigezogen, wobei sich die Bergung der stark alkoholisierten und leicht unterkühlten Person (männlich, 22.j) sehr schwierig gestaltete, weil diese nicht kooperierte und sich äußerst aggressiv gegenüber den Rettungskräften verhielt.

Die Ermittlungen ergaben, dass im Bereich der Sillschlucht mehrere Veranstaltungen und Partys (offensichtlich nicht angemeldet) abgehalten wurden, wobei sich im Laufe der Nacht an die 1.000 Personen dort aufgehalten haben dürften.

Die angetroffenen Personen befanden sich allesamt offensichtlich in einem beeinträchtigten Zustand (Alkohol und/oder Suchtgift).

Am Weg zur Einsatzörtlichkeit musste von den Beamten festgestellt werden, dass sich mehrere Gruppen von Personen/Partygästen (teilweise bis zu 20 Personen) immer wieder auf den Gleisen der Brennerbahnstrecke aufhielten und diese dann auch überquerten.

Aufgrund dieser Gefahrensituation wurde der ÖBB Notfallkoordinator zwecks einer vorübergehenden Sperrung der Bahnstrecke verständigt. Die Einsatzleitung der ÖBB begab sich anschließend zur Einsatzörtlichkeit. Die Personen wurden von den Beamten weggewiesen.

Die anwesenden Polizisten mussten zur Sicherung der Bahnstrecke bis 11:30 Uhr und Sicherung des starken Abstromes der „Partygäste“ im Bereich der Sillschlucht verbleiben.

Die Bahnstrecke konnte nach einer Sperre von ca. 30 Minuten wieder bedingt freigegeben werden.

Zur Amtshandlung wurden auch Mitarbeiter des Magistrats der Stadt Innsbruck (MÜG) zur Prüfung der Rechtmäßigkeit der Veranstaltungen hinzugezogen.