2.1.2015 – Lawinenabgang am Mölltaler Gletscher

3.1.2015 Kärnten. Am 02. Jänner 2015, gegen 12:00 Uhr lösten bisher unbekannte Snowboarder im freien Schiraum außerhalb der gesicherten Pisten unmittelbar unterhalb des Schareck-Gipfels im Schigebiet Mölltaler Gletscher auf einer Seehöhe von ca. 3.100 m ein Schneebrett aus.

Von der Lawine (bis zu 80 cm Anrisshöhe, 1 km lang und 400 m breit) wurden insgesamt 12 Personen erfasst, mehrere hunderte Meter mitgerissen und teilweise sowie auch eine Person zur Gänze verschüttet.

Von einer Zeugin, welche mit dem Sessellift bergwärts fuhr, wurde der Notruf um 12:03 Uhr abgesetzt und in der Folge eine große Suchaktion eingeleitet.

Von den 12 Verschütteten, welche sich alle selbst befreien konnten, verließen drei Snowboarder das Einsatzgebiet, sieben Mitglieder einer österreichischen Gruppe sowie zwei deutsche Urlauber wurden zum Unfallhergang befragt. Eine Person wurde leicht im Handbereich verletzt und begab sich selbständig zum Arzt.

Die Nachsuche am Lawinenkegel, welcher nach Einbruch der Dunkelheit von Spezialscheinwerfern der Feuerwehr Heiligenblut und Bergrettung Mallnitz ausgeleuchtet wurde, nach eventuellen weiteren Verschütteten fand bis 19:30 Uhr statt und wurde ergebnislos abgebrochen. Es gibt keine Hinweise auf eventuelle Verschüttete. Die Suchmannschaften fanden zahlreiche Ausrüstungsgegenstände (Schi, Schistöcke, Handschuhe) der zuvor sich selbst befreiten Personen.

Im Einsatz standen 4 Notarzthubschrauber, 2 Hubschrauber des BMI, ca. 160 Einsatzkräfte der Bergrettungen, Alpinpolizei, Feuerwehren, Angestellte der Mölltaler Gletscherbahnen und Schischulen sowie 17 Lawinensuchhundeführer aus Kärnten und Osttirol (Bergrettung und Polizei).